Soziale Stadt

Das Programm "Die Soziale Stadt"

In Mecklenburg-Vorpommern wurden seit 1999 sechs Städte, teilweise mit mehreren Fördergebieten, in das Bund-Länder-Programm "Die soziale Stadt" aufgenommen.
In Neubrandenburg wurden diese Mittel im Jahr 1999 für Maßnahmen im Fördergebiet "Altstadt" und seit dem Jahr 2000 im Fördergebiet "Nordstadt – Ihlenfelder Vorstadt" eingesetzt.
Mehr über die Zielstellungen, das Verfahren und erste Ergebnisse finden Sie auf den Infoseiten des Quartiersmanagements, dass in Neubrandenburg die Wohngebiete Ihlenfelder Vorstadt, Vogelviertel und Reitbahnweg umfasst und im Juli 2005 initiiert wurde.  

Die Quartiersmanagerin, Katrin Walter, informiert auf diesen Seiten über das Geschehen im Fördergebiet.

--> zum Quartiersmanagement

Die KEG - Kommunale Entwicklungsgesellschaft mbH ist als Treuhänderischer Beauftrage der Stadt Neubrandenburg Träger des Programms "Die soziale Stadt". 


Hintergründe zum Programm

Die Stadtentwicklung veränderte sich ab Mitte der 1990er Jahre durch den Gedanken der sozialen Nachhaltigkeit: Am 20.10.1996 wurde auf der Ministerkonferenz der ARGEBAU (Arbeitsgemeinschaft der Bauminister der Länder) die bundesweite Initiative "Die Soziale Stadt" ins Leben gerufen.
Kurz darauf wurde in Nordrhein-Westfalen erstmals das Instrument des Quartiersmanagements eingesetzt, ähnliche Projekte entstanden in Hamburg, Hessen, Bremen und Berlin. Aus dieser Initiative ging 1999 das Bund-Länder-Programm unter dem Titel "Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf - die soziale Stadt" hervor. Im Vergleich zu dem relativ jungen Ansatz des Konzeptes von Quartiersmanagement in der Bundesrepublik gab es in anderen europäischen Ländern bereits seit Beginn der 1980er Jahre Formen der integrierten Stadtteilentwicklung, z.B. in den Niederlanden und in Großbritannien.

Das Programm "Die soziale Stadt" dient der Stabilisierung und Weiterentwicklung von Stadtteilen mit besonderem Entwicklungsbedarf. Einen besonderen Entwicklungsbedarf gibt es dort, wo mehrere ungünstige Faktoren der Stadtentwicklung zusammenfallen und sich Probleme überlagern und verstärken.
Derartige Probleme können zum Beispiel Defizite in der Infrastruktur, bei der Ausstattung der Wohnungen und in der Gestaltung des Wohnumfelds sein. Häufig stagniert die Wirtschaft auf niedrigem Niveau, bis hin zum Rückgang der wirtschaftlichen Aktivitäten. Damit einher gehen oft steigender Leerstand sowohl in Gewerbe- als auch in Wohnimmobilien. Die Bevölkerungsentwicklung ist meist unausgewogen, die Arbeitslosigkeit hoch. Es gibt in den Gebieten einen hohen Grad an Abhängigkeit von Transfereinkommen wie ALG II und /oder Wohngeld. In vielen Fällen führt dies dazu, dass einkommensstärkere Haushalte aus diesen Stadtteilen weg ziehen (Segregation).
Als Konsequenz nimmt die soziale Ungleichheit zu. Es gibt Anzeichen von Verwahrlosung und eine zunehmende Gewaltbereitschaft innerhalb des öffentlichen Raums. Das Image dieser Gebiete verschlechtert sich deutlich. Die verschiedenen Problemlagen konzentrieren sich in diesen Stadtteilen und führen zu einer insgesamt negativen Entwicklung. Vielfach gibt es aber gerade in diesen Stadtteilen ungenutzte Chancen und Potentiale der Menschen und der Örtlichkeiten, die mittels Kommunikation und Selbstorganisation aktiviert werden können.

Diesen Prozess in Gang zu setzen und zu moderieren, ist ein wesentliches Anliegen des Städtebauförderungsprogramms.