Eröffnung Marktplatz PDF  | Drucken |  E-Mail

Neugestaltung Marktoberfläche

 Am 30. September 2009 wird der Marktplatz, nach
endgültiger Fertigstellung der Platzoberfläche, seiner Nutzung durch den Oberbürgermeister der Stadt Neubrandenburg, Herr Dr. Paul Krüger im Beisein des Ministers für Bau, Verkehr und Landesplanung des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Herrn Volker Schlotmann, übergeben.

Eine für alle Beteiligten, Bauleute, wie Anlieger, anstrengende Bauzeit nimmt damit ihren erfolgreichen Abschluss.

 


© Fotograf Bernd Lasdin

 

Anlass für einen kleinen Rückblick

Bereits im Jahr 1998 wurde für die Neugestaltung des Marktplatzes ein Wettbewerb, mit dem Ziel, die Attraktivität der Geschäftslagen und der Neubrandenburger Innenstadt als Zentrum der Versorgung und Dienstleistungen zu erhöhen und damit einen wesentlichen Beitrag zur Belebung und zum Funktionserhalt der Innenstadt zu leisten, ausgelobt.
1. Preisträger war das Landschaftsarchitekturbüro Noack und Petzold, Dresden, welches in der Folge mit der Erarbeitung der weiteren Planungsphasen beauftragt wurde.

Am 31. Januar 2008 erfolgte die endgültige Zustimmung zur Genehmigungsplanung für die Neugestaltung des Marktplatzes und zum Einsatz der Finanzmittel durch die Stadtvertreter.

 

Kleine Chronologie der wesentlichen Arbeitsschritte

Archäologische Grabungen
Mai 2006 Beginn der archäologischen Grabungen auf dem Markt
30. Juni 2008 Ende der archäologischen Arbeiten vor Ort
   
Tiefgarage
März 2007 bis 29.Oktober 2008 Bau der Tiefgarage
   
Gestaltung der Marktoberfläche
17. Juni 2008 offizieller 1. Spatenstich
3./4. Juli 2009 bereits über die Hälfte der Fläche freigegeben anlässlich des Festivals des Sports im Rahmen von „Mission Olympic“
30. September 2009 offizielle Einweihung des Marktplatzes

 

Wichtige Kenndaten

Finanzierung

Das Vorhaben wurde durch Unterstützung des Ministeriums für Verkehr, Bau und Landesentwicklung M-V aus dem Programm Städtebauförderung des Bundes und der Länder möglich. 

  • Gesamtbaukosten 4.004.849,00 Euro
    davon
  • Städtebauförderungsmittel 2.471.079,37 Euro
  • Haushaltsmittel der Stadt Neubrandenburg 1.533.769,63 Euro

Materialeinsatz

  • ca. 8000 m² Natursteinplatten verlegt
  • ca. 2.000 m² Betonplatten verlegt
  • ca. 320 m³ Brechsandbettung eingebaut
  • ca. 2.500 m³ Schottertragschicht eingebaut
  • ca. 2.200 m³ Dränbeton eingebaut
  • ca. 200 m³ Stahlbeton mit ca. 55 t Bewehrungsstahl im Fontänenfeld verbaut
  • ca. 3500 m Kabel verlegt.

Beteiligte

Bauherr: Stadt Neubrandenburg
vertreten durch: KEG- Kommunale
Entwicklungsgesellschaft mbH
Planung: Noack Landschaftsarchitekten, Dresden 
in Kooperation mit dem Architekturbüro jäger jäger, Schwerin, für die Einbindung des Haus der Kultur und Bildung (HKB). 
  Ingenieurbüro Neuhaus & Partner, Anklam/Neubrandenburg
  Neubrandenburger Elektro
Ingenieurbüro GmbH
  Kardorff Lichtplanung, Berlin
  Ingenieurbüro Otte/Schulz GbR, Neustrelitz
Ausführende Unternehmen:
Straßen- und
Tiefbau
NST - Neubrandenburger Strassen- und Tiefbau GmbH  
Fontänenanlage   Wassertechnik Rostock  
Beleuchtungsstelen Elektrotechnik Draewe, Penzlin

 

Zielsetzung der Planung

Die Gesamtgestaltung zielt darauf ab, den Kontext der unterschiedlichen Bauarten, Bauzeiten und Entwurfsauffassungen der umliegenden Gebäude zu fassen, damit anzuerkennen und als Stadtmittelpunkt neu zu präsentieren.

Ziel der Platzgestaltung war es, einen modernen zeitgemäßen Platz zu konzipieren, der die geforderten Funktionen Wochenmarkt, Festplatz, Begegnungs- und Zentrumsbereich selbstverständlich aufnimmt. Die fußläufige Erlebbarkeit des Platzes hat Priorität. Der Platz selbst ist befahrbar. Der Verkehr wurde zugunsten der Fußgänger zurückgenommen.

Der Marktplatz wird durch die vier städtebaulich wirksamen Bebauungskanten Marktplatz-Center, HKB-Quartier, Wohnbebauung Stargarder Straße und das „Radisson Blu Hotel“ räumlich und flächig begrenzt, d. h. der Platz zieht sich bis an die Gebäudekanten heran, so dass die Gebäude am Platz stehen und ihn nunmehr direkt begrenzen.

Unter großen Teilen der Platzfläche befindet sich die öffentliche Tiefgarage. Auf den Platz führen drei Tiefgaragenausgänge.

 

Oberfläche

Die klare Gliederung unterschiedlicher Streifen wird hier aus unterschiedlichen Formaten und Arten von Natursteinplatten gebildet.

Die „Straßenbreite“ der Stargarder Straße beträgt 6,50 m. Der Markt von Hotel bis HKB ist als Verkehrsfläche besonderer Zweckbestimmung (Fußgängerzone) ausgewiesen. Die Stargarder Straße wird durch einen 3 cm hohen Bordanschlag verdeutlicht.

Die Oberflächenentwässerung erfolgt über Rinnen und Straßenabläufe. Die Wassermengen werden, gedrosselt von Staukanälen, in die Sammler eingeleitet.

 

Fontänensequenz

Die Fontänensequenz auf der Sonnenseite des Platzes vor dem HKB verdichtet sich hin zum Marktplatz-Center. Die Fontänen können in unterschiedlichen Choreographien sprudeln. Verschiedene Lichteffekte geben unterschiedliche Stimmungsbilder wieder. Auch am Abend setzen die Fontänen interessante Akzente. Die Fläche ist bodenbündig begehbar und befahrbar und somit für alle Nutzungen offen.

Zukünftig soll die Treppenanlage des HKB nach der Modernisierung in ihrer Geometrie und Lage reagierend auf das neu geplante Dach des HKB mit seinen filigranen Stützen zum Verweilen, z. B. im Cafe etc., einladen.

 

Ausstattung

Die Ausstattungen des Marktes mit Bänken, Fahrradständern, Papierkörben zeigt sich in einer modernen zurückhaltenden Formensprache.

 

Lichtkonzept

Die Leuchtstelen bieten eine räumliche Gliederung des Platzes und stehen in Korrespondenz mit den Stützen des HKB-Turmes. Die Lichtkonzeption unterstreicht signifikant die Bedeutung des neugestalteten Marktes. Die Leuchtstelen bestehen aus einem Natursteinsockel und einem mit Edelstahlseilen verkleideten Mastkopf. Als Leuchtmittel kommen darin integrierte Planflächenstrahler zum Einsatz.

 

Bühne/Veranstaltungen/Märkte

Zur Versorgung der Märkte und Veranstaltungen sind entsprechende Elektro-, Wasser- und Abwasseranschlüsse auf dem Markt platziert sowie Elektroanschlüsse in die Leuchtstelen integriert.